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Ausstellungsrückblick

Während die Ausstellungsräume des Kollwitz Museum Köln von Winter 2022 bis Herbst 2025 wegen Renovierungsarbeiten geschlossen bleiben, sind wir mit unserem Museums-Pop-up RAUM FÜR NEUES, der Reihe »Begegnungen — Käthe Kollwitz zu Gast …«, dem Outreach-Projekt »TRANSIT — Chorweiler x Kollwitz« und der großen Kollwitz-Ausstellung »Mensch« in Kopenhagen präsent.  

7.11.2024 — 23.2.2025
KÄTHE KOLLWITZ — Mensch
Ausstellung im Statens Museum for Kunst, Kopenhagen
Nach den großen Kollwitz-Ausstellungen, die 2024 u.a. in Zürich und Bielefeld, in Frankfurt und New York gezeigt wurden, präsentiert nun das Staatliche Museum für Kunst in Kopenhagen die erste umfassende Kollwitz-Retrospektive in Dänemark. Rund 80 Werke aus der Kollwitz Museum Köln gehen dafür auf internationale Reise. Das Interesse an der Künstlerin und ihrem Schaffen ist enorm, gerade in Zeiten eines zunehmend gespaltenen, krisengeschüttelten Europas.

Käthe Kollwitz — Mensch. Plakat zur Ausstellung im Statens Museum for Kunst, Kopenhagen 2024 / 2025. Motiv: Käthe Kollwitz, Selbstbildnis, 1924, Kreidelithografie (Umdruck), Kn 209 b, Käthe Kollwitz Museum Köln

Do, 26.10.2023
FÜR MORGEN_standort_10:
Performance von Finja Sander
Mit ihrer Performance »Für Morgen« erfindet die Berliner Künstlerin Finja Sander (*1996) eine neue Form kollektiven Erinnerns: Vergleichbar eines Re-enactments übersetzt sie Ernst Barlachs Mahnmal »Der Schwebende« mit den unverkennbaren Gesichtszügen von Käthe Kollwitz in ihre eigene Körperlichkeit und befragt dabei sowohl Erinnerungskultur als auch Denkmalgeschichte. 
Eine Kooperation des Kollwitz Museum Köln mit den Freunden des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e. V. anlässlich von »Begegnungen – Käthe Kollwitz zu Gast im Wallraf«

FINJA SANDER, Für Morgen_standort_10 (2023). Plakat zur Performance am 26.10.2023. Motiv: Für Morgen standort_05 (2023), Universität der Künste, Berlin © Finja Sander, photo: Mateo Contreras Gallego © Käthe Kollwitz Museum Köln, Gestaltung: Christian Nitz

18.8. — 26.11.2023
BEGEGNUNGEN — Käthe Kollwitz zu Gast im Wallraf
Kollwitz inspiriert durch Impressionismus und Symbolismus? Das Wallraf nimmt drei Werke in den Fokus, die den Einfluss der Moderne auf das frühe Schaffen der Künstlerin belegen. Die Intervention stellt zwei kaum bekannte Ölstudien, die Kollwitz während ihrer Studienzeit in München schuf, den Gemälden Max Liebermanns zur Seite. An anderer Stelle trifft eine im Kontext des Weberzyklus entstandene Radierung auf Werke Max Klingers und anderer Symbolisten: Begegnungen, die das Talent der jungen Künstlerin im Gegenüber ihrer Zeitgenossen neu beleuchten.

BEGEGNUNGEN – Käthe Kollwitz zu Gast im Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud. Plakat zur Intervention (18.5.-10.9.2023). Motiv: Käthe Kollwitz, Biergarten I (Ausschnitt), 1888/89, Öl auf Malpappe, 162 × 263 mm, Käthe Kollwitz Museum Köln © Käthe Kollwitz Museum Köln, Gestaltung: Christian Nitz

6.6.2023 — 22.3.2024
TRANSIT — Chorweiler x Kollwitz
Ende vergangenen Jahres präsentierte das Kollwitz Museum Fotografien von Damian Zimmermann sowie Graffiti, Texte und Musikvideos, die in der Kreativwerkstatt Outline e.V. entstanden sind in seinen Räumen. Anknüpfend an diese erfolgreiche und viel beachtete Ausstellung wird nun im Rahmen eines gemeinschaftlichen Outreach-Projekts das Werk der Kollwitz nach Chorweiler gebracht – mit einer von den Jugendlichen in der Kreativwerkstatt getroffenen Auswahl von Reproduktionen, die den Porträts von Damian Zimmermann gegenübergestellt sind.

TRANSIT — CHORWEILER X KOLLWITZ. Plakat zur Ausstellung in der Stadtteilbibliothek Chorweiler. Motiv: Khadija, Juli 2022 © Damian Zimmermann. Gestaltung: blickheben.de

18.5. — 10.9.2023
BEGEGNUNGEN — Käthe Kollwitz zu Gast in der Domschatzkammer
Angst vor Verlust, Abschiednehmen und Tod als künstlerische Sujets begleiten Kollwitz über viele Jahrzehnte ihres Schaffens. Vor allem in diesen Werken vermag sie, allgemein Menschliches in eindringlicher Weise zum Ausdruck zu bringen – bis heute identifizieren sich Betrachter:innen mit ihren Arbeiten und finden sich darin wieder. Die Domschatzkammer zeigt zehn ihrer Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken zum Thema Abschied und Tod, für deren Motivik sich die Künstlerin immer wieder an die christliche Ikonografie anlehnt.

BEGEGNUNGEN – Käthe Kollwitz zu Gast in der Kölner Domschatzkammer. Plakat zur Ausstellung in der Kölner Domschatzkammer (18.5.-10.9.2023). Motiv: Käthe Kollwitz, Frau mit totem Kind, 1903, Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel und Vernis mou mit Durchdruck von geripptem Büttenpapier und Zieglerschem Umdruckpapier, Kn 81 VIII a © Käthe Kollwitz Museum Köln. Gestaltung: Christian Nitz

28.2.— 4.6.2023
BEGEGNUNGEN — Käthe Kollwitz zu Gast im Museum Ludwig 
Die Präsentation von mehr als 20 Exponaten im Museum Ludwig stellt eine Reihe von Kollwitz-Selbstbildnissen der 1920er und 30er Jahre Fotografien der Künstlerin aus dem Jahr 1925 von Hugo Erfurth gegenüber. Das 1923 von Hans Cürlis gedrehte Bewegtbild-Porträt von Kollwitz erlaubt einen Blick über ihre Schulter während des Schaffensprozesses. Die hierbei entstandene Zeichnung ist eine von 15 Leihgaben. Neben den Selbstporträts steht das Thema Heimarbeit im Fokus – seit Ende des 19. Jh. und bis heute immer wieder Gegenstand sozialpolitischer Debatten.

BEGEGNUNGEN – Käthe Kollwitz zu Gast im Museum Ludwig. Plakat zur Präsentation im Museum Ludwig (28.2.-4.6.2023). Motiv: Käthe Kollwitz, Selbstbildnis von vorn, 1922/23, Holzschnitt, Kn 193, Museum Ludwig, Grafische Sammlung. Reproduktion: RBA, Köln. Gestaltung: Christian Nitz

31.1.2023 — 16.3.2024
RAUM FÜR NEUES
Nach bald 40-jährigem Bestehen schließt das Museum vorübergehend seine Ausstellungsräume für eine Generalsanierung. Unter dem Motto KOLLWITZ ERLEBEN! realisiert das Team unter Leitung der neuen Direktorin Katharina Koselleck ein Museums-Pop-up. Hier wird präsentiert, was man während der Schließung hinter den Kulissen erarbeitet: von einem virtuellen Atelier der Künstlerin über analoge und digitale Hintergrundinformationen zu Leben und Werk von Käthe Kollwitz bis hin zu interaktiven Angeboten, die ihre künstlerischen Techniken nachvollziehen lassen.

24.11. — 11.12.2022
TRANSIT — Chorweiler x Kollwitz
Mitten im Kölner Stadtteil Chorweiler, in der Kreativwerkstatt Outline e.V., leben und erleben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene Hip-Hop- und Graffiti-Kultur. Sie erheben auf diese Weise ihre Stimme, bringen sich ein und gestalten ihr Viertel. Das  Kollwitz Museum Köln präsentiert n der multimedialen Installation TRANSIT – Chorweiler x Kollwitz Porträt-Fotografien der Jugendlichen von Damian Zimmermann sowie Graffiti, Texte und Musikvideos, die in der Kreativwerkstatt unter der Leitung von Puya Bagheri entstanden sind oder ihren Anfang genommen haben.

Ausstellungen 2022

1.7. — 3.10.2022
verlängert bis 13.11.2022
Der neue SIMPLICISSIMUS
Satire für die Bonner Republik
Wie ein Phönix aus der Asche erscheint im Nachkriegsdeutschland die Wochenzeitschrift SIMPLICISSIMUS neu und liefert in Wort und Bild kritische Kommentare und vergnügliche Glossen zu Sitten und Unsitten, Hoffnungen und Ängsten der jungen Bundesrepublik. Das Kollwitz Museum widmet dem bekanntesten Satireblatt der Wirtschaftswunderjahre jetzt eine Sonderausstellung mit Titelblättern, Zeichnungen und Lithografien aus den Jahren 1954 bis 1967.

Plakat zur Ausstellung »Der neue Simplicissimus. Satire für die Bonner Republik«, Käthe Kollwitz Museum Köln, 1. Juli - 3. Oktober 2022. Motiv: Henry Meyer-Brockmann, DER SIMPL-HUND, Simplicissimus, Jg. 1955, Nr. 2, 8.2.1955. Gestaltung: Christian Nitz

11.3. — 19.6.2022
KOLLWITZ KONTEXT
Das Werk hinter den Meisterwerken

Die Ausstellung zum Erscheinen der neuen Kollwitz-Monografie und Abschiedsausstellung von Hannelore Fischer als Direktorin des Käthe Kollwitz Museum Köln

Ausstellungen 2021

1.10 2021 — 9.1.2022 
Maria Lassnig
In den schonungslosen und zugleich humorvollen »Körperbewusstseinsbildern« der Maria Lassnig (1919–2014), die abseits aller Stil- und Modeströmungen entstehen, reflektiert sich die östereichische Malerin selbst und entwickelt einen eigenen künstlerischen Ausdruck zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit. Das Kollwitz Museum zeigt an die 70 Ölgemälde und Grafiken aus der Sammlung Klewan, die nahezu alle ihre Schaffensphasen beleuchten und ihren Weg von der Außenseiterin zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jh. nachvollziehen lassen.

19.8. — 26.9.2021
»Der Ausdruck der Augen vergrübelt und fern«
Käthe Kollwitz – Porträts im Fokus
Aus dem umfangreichen Kollwitz-Œuvre sind vor allem auch ihre Selbstbildnisse im kollektiven Gedächtnis fest verankert. Weit weniger bekannt sind die Porträts ihrer Familie, von Freunden und Zeitgenossen – darunter namhafte Politiker, Künstlerinnen und Künstler – ebenso wie von unbekannten Frauen und Männern, meist aus der Welt der Arbeiter.

Käthe Kollwitz - Porträts im Fokus. Plakat zur Ausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln (19.8.-26.9.2021) © Käthe Kollwitz Museum Köln

19. — 29.8.2021
Feuer und Erde 
JAN KOLLWITZ
Japanische Keramik
Jan Kollwitz zählt zu den herausragenden Keramikern unserer Zeit. Seit mehr als drei Jahrzehnten fertigt der Urenkel von Käthe Kollwitz im ostholsteinischen Klosterdorf Cismar auf traditionell japanische Weise Keramiken – abseits aller künstlerischen Moden und Zeitströmungen. Er zählt zu den Wenigen in Deutschland, die sich die Kunst des japanischen Holzofen-Brandes angeeignet haben und damit u.a. besondere Gefäße für die Teezeremonie herstellen.

Jan Kollwitz - Japanische Keramik. Plakat zur Ausstellung im Käthe Kollwitz Museum Köln (19.-29.8.2021).
Foto: Götz Wrage © Jan Kollwitz, Käthe Kollwitz Museum Köln

21.5. — 15.8.2021
FRIEDRICH SEIDENSTÜCKER
Leben in der Stadt 

Friedrich Seidenstücker (1882–1966) zählt zu den bedeutenden Chronisten des Alltagslebens im Berlin der Weimarer Republik. Seine atmosphärischen Fotografien, meist entstanden auf seinen Streifzügen durch die Stadt, erzählen von scheinbar beiläufigen Ereignissen und Begebenheiten: vom Sonntagsvergnügen und vom Arbeitsalltag, von Kinderspielen auf der Straße und vom Treiben auf Bahnhöfen und im Zoo. Das Kollwitz Museum präsentiert nun 100 Werke aus der Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München.

Plakat zur Sonderausstellung. Gestaltung: Michael Krupp. Motiv: Friedrich Seidenstücker, Familien-tandem, 1947 © Stiftung Ann und Jürgen Wilde, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München

Ausstellungen 2020

25.9.2020 — 10.1.2021
verlängert bis 16.5.2021
ART DÉCO. Grafikdesign aus Paris
Florale Formen, geometrische Elemente, kontrastreiche Farben, klare und zugleich verspielte Typografie – das Grafikdesign des Art Déco vereint das scheinbar Gegensätzliche. Kunstvolle Plakate, Illustrationen und Anzeigen spiegeln die  Themen dieser Zeit: Die Werbung für Haute Couture oder Jazz, Tanz und technische Errungenschaften – nicht zuletzt für Kriegs- und Staatsanleihen – entführt in die Illusion einer besseren und schöneren Welt. Das Kollwitz Museum zeigt mehr als 100 Druckgrafiken aus dem Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

4.2. — 13.3.2020
9.6. — 20.9.2020
»Liebe und Lassenmüssen...«
Persönliche Momente im Werk von Käthe Kollwitz
Im 75. Todesjahr der Künstlerin lenken zwei Ausstellungen den Blick auf die persönlichen Aspekte des Kollwitz-Œuvres: auf die Motive der »Liebe« und des Abschieds, des »Lassenmüssen«. Kollwitz arbeitet diese unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Themen in Werken von emotionaler Schlagkraft zur Allgemeingültigkeit aus. In Zitaten aus Tagebüchern und Briefen begegnen wir darüber hinaus einer aufmerksamen Chronistin ihrer Zeit – ebenso wie der härtesten Kritikerin ihres eigenen Schaffens.