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Selbstbildnis, 1889

Käthe Kollwitz, Selbstbildnis, 1889, Feder in Tusche und Pinsel in Sepia, auf Zeichenkarton, 310 x 243 mm, NT 12, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70200/00013.
Käthe Kollwitz, Selbstbildnis, 1889, Feder in Tusche und Pinsel in Sepia, auf Zeichenkarton, 310 x 243 mm, NT 12, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70200/00013.

Wie die junge Künstlerin Käthe Schmidt immer mehr an Selbstvertrauen gewinnt, wird bereits an Haltung und Blick auf dieser Zeichnung deutlich: Die Arbeit, die wie alle ihre frühen Werke dem tonmalerischen Stilideal verpflichtet ist, ist von ihr selbst in einem frühen Schriftzug mit ihrem Mädchennamen »Schmidt« signiert und datiert »'89« — also mitten während ihres zweijährigen Malstudiums an der Münchner Künstlerinnenschule bei Ludwig Herterich.

Selbstbewusst präsentiert sie sich in demonstrativer Nahsicht und vor einer Staffelei stehend, die Hand am Revers: eine Pose, die die Selbstbildnisse ihrer männlichen Künstlerkollegen imitiert.